Probleme bei der Anwendung

Die Entwicklung von Neuroprothesen bringt auch einige Probleme mit sich. Zunächst spielt der Kostenfaktor eine elementare Rolle, da die Technik sehr kostenintensiv ist. Somit kann sich kaum eine Privatperson eine solche Prothese, die über Nervenimpulse gesteuert wird, leisten und muss mit weniger fortschrittlichen Prothesen Vorlieb nehmen. Daneben ist auch die Installation problematisch, da die Anschlussstelle zwischen dem Nervensystem und der Prothese Perfektion erfordert, um reibungslosen Gebrauch zu gewährleisten. Der Austausch von sensorischen und motorischen Funktionen muss also einwandfrei bestehen. Werden Mikroelektroden in das Gehirn implantiert, so besteht die Gefahr, dass das Immunsystem den Fremdkörper zu bekämpfen versucht und neue gesundheitliche Beschwerden auftreten. Auch der Phantomschmerz kann weiterhin bestehen bleiben. Bezüglich des Energieverbrauchs und der Ästhetik lässt sich sagen, dass es noch viel Arbeit für die Bionik zur Entwicklung von Neuroprothesen gibt.

Es kann also davon ausgegangen werden, dass noch viele Jahre vergehen werden, bis die Technik nicht mehr nur für Probanden zugänglich ist, sondern im klinischen Alltag eine Rolle spielt.