Logistikunternehmen nutzen die Technik von Ameisen

Der Mensch versucht also, den größtmöglichen Nutzen aus den Entwicklungen der Natur zu ziehen. Der dadurch entstandene Konkurrenzkampf findet - neben der Forschung und Entwicklung - mittlerweile auch im Management statt. Hier setzt sich zur Zeit ein Modell durch, welches von der Kommunikationsstruktur der Ameisen abgeschaut wurde. So werden unterschiedlich viele Ameisen losgeschickt, um mit jeweils anderen Routen am schnellsten zum Ziel zu gelangen. Die jeweils kürzesten Routen werden von den anderen Ameisen dann vorerst weiter genutzt. Erst wenn es auf diesen Strecken zu "Problemen" kommt, wird durch andere Ameisen erneut eine optimierte Strecke gesucht, welche jeweils an die aktuellen Bedingungen ideal angepasst ist. Der Mensch überträgt dieses Prinzip derzeit auf Logistikunternehmen. Diese rechnen mittels GPS und Algorithmen die schnellste gefahrene Route aus. Das Unternehmen spart dadurch Zeit, welche sie für bessere Arbeitsbedingungen in Form von mehr und längeren Pausen - und Ruhezeiten nutzen kann, oder, was wahrscheinlicher ist, für den monetären Zusatzgewinn. Da der LKW früher wieder zurück ist, kann er auch früher wieder mit einem neuen Auftrag losfahren. Das Unternehmen schafft so in der gleichen Zeit mehr Aufträge - die Bionik zieht in der logistischen Organisation ein.